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Newsletter September 2008

 

     
Liebe Leserin, lieber Leser

Olympische Spiele 2008 – Eindrücke und Gedanken
Welch spektakuläre Schwimmwettkämpfe an den Olympischen Spielen 2008! Auch Nichtschwimmer kennen nun den Namen Michael Phelps. Aber ich möchte die Kozentration gerne auf anderes Thema richten: der Leistungssteigerung.

Eindrücke
Ich bin sehr beeindruckt über die Leistungssteigerung in den letzten vier Jahren. In Peking haben wir keine Schwimmer mehr gesehen, die den Applaus von den Zuschauer erobert haben, weil sie 100m am Stück geschafft haben (der Fall des afrikanischen Schwimmers von Sydney 2000 kommt mir in den Sinn). Nein, das war dieses Jahr nicht mehr der Fall. Weshalb? Die IOC hat die Limiten massiv erhöht und die Landesverbände haben nachgezogen. Also kein ‚Schrott’ mehr in den Olympischen Vorläufen.

Wie kommt es zu dieser Leistungssteigerung? Ich glaube folgendes ist im Schwimmsport heute zu beachten:

  • Die massive Unterstützung und Förderung von verschiedenen Ländern in ihre nationalen Schwimmprogramme zahlt sich jetzt aus. Gestartet wurden diese Programme Mitte, Ende der 90er Jahre. Gute Beispiele dafür sind: Polen, Croatien und England.
  • Eine extreme gute Infrastruktur im nordamerikanischen Ausbildungssystem (Stufe Universität), die viele Schwimmer von andere Länder ebenfalls nutzen, um sich zu entwickeln. Das heisst nicht, dass nur in den USA gut trainiert werden kann…
  • Der Fakt, dass die Schwimmkarriere heutzutage bis weit über das Alter von 30 Jahren dauern kann. Das heisst, das Durchschnittsalter für alle Olympischen Finale sind massiv nach oben gestiegen in den letzten 12 Jahren. Wo 1996 das Durchschnittalter bei den Frauen bei 18 – 20 Jahren lag, ist es heute um die 23-27 Jahre. Dara Torres mit ihren 40 Jahren bestätigt diesen Trend.
  • Viele Trainer haben sich überlegt, wie man die Zeit im Wasser am besten benutzen kann. Heute wird viel weniger auf nur Anzahl Kilometer geschwommen, sondern wird viel mehr Wert auf die Technik gesetzt. Spezifische Elemente (z.B. die Unterwasserphase) werden sehr genau in den Wassertrainings geübt.
  • Ergänzendes Training: andere Sportarten wie Krafttraining und Laufen gehören heutzutage zum Trainingsplan vieler Profis.

Gedanken
Gibt es noch andere Faktoren? Das weiss ich nicht und ich will auch niemandem Unrecht tun. In Peking kamen zum Glück wenig bis keine unbekannten Schwimmer oder Schwimmerinnen aufs Podest, von denen niemand je gehört hatte und dann, wie nach der Olympiade in Sydney auch wieder sang- und klanglos verschwanden.

Diese Entwicklung freut mich! Heute wird ein Olympiaschwimmer über 10 bis 20 Jahren entwickelt. Diese Entwicklung fängt im alter von ca. 10 Jahren an. Dies braucht Geduld, Geld, Zeit, viel Training (unter 15'000 – 20'000 Kilometer Wassertraining ist es unrealistisch an eine Olympiateilnahme zu denken). Dazu gehört auch die psychologische Betreueung (Thema Mental Training: siehe auch EVENTS), Krafttraining auch ausserhalb des Schwimmbeckens, eine gute Planung, Ernährungsberatung aber auch viele weitere Überlegungen, um das Beste zum richtige Zeitpunkt aus dem Athleten zu holen.

Der 100m Kraul Weltrekord war in Sydney 47.84 Sekunden, vor Peking bei 47.50 Sekunden und im Halbfinale sank es auf unglaubliche 47.05 durch Eamon Sullivan. Dauert es bis London 2012 um die 47 Sekunden zu brechen? Wohl kaum…

Fishlike Swimming Club - Membership

Am 1. September 2008 lancieren wir den Total Immersion Europe GmbH Fishlike Swimming Club vorerst nur von der Schweiz aus. Deutschland und Österreich folgen voraussichtlich im Januar 2009.

Die Idee dabei ist, dass jeder, der sich selber das Versprechen gegeben hat, ein effizienterer Schwimmer zu werden, auch die Chance und die nötige Hilfe dazu zu geben. Rankings werden nicht wie im üblichen Schwimmerdenken produziert, sondern ganz NEU, mit Fokus auf die individuelle optimale Zugzahl. Das heisst, dass nicht nur die Zeit massgebend sein wird, sondern auch weitere wichtige Komponenten im erlangen der absoluten Effizienz im Wasser.

Dieser Exclusivclub bietet viele Vorteile für alle Athleten die interessiert sind, ihr Schwimmpotential endlich voll auszuschöpfen.

Profitiert von folgenden Leistungen:

Bewertungen & Rankings

  • Bewertungen von allen TI Kursen werden offiziel auf der Webseite publiziert
  • Recht in der Rankingtabelle Namentlich erwähnt zu werden
  • Recht an den jährlichen TI Meisterschaften teilzunhemen

Member Auszeichungen

  • Membership Ausweis – Gültig ab Ausstellung per Folgemonat für 12 Monate
  • Exklusive Fishlike Swimming Club Badekappen mit Status nach farben definiert
  • Priorität für alle TI Kurse, Reisen und Trainingslagern

Rabatte

  • 5% Rabatt auf alle Advanced Clinics
  • 10% Rabatt auf alle Competition Clinics
  • 10% Rabatt bei TI – Coaches für Privatlektionen

Gutscheine

  • Gutschein für das „Triathlon Training“ Heft im Wert von 25% Rabatt
  • Gutschein für alle Produkte auf www.waterwear.ch

 

 

Marco Pilloud, Geschäftsführer Total Immersion Europe GmbH und ehemaliger
Weltklasseschwimmer, begrüsst Sie zum
aktuellen Newsletter. Die Inhaltsübersicht:

. Tipp des Monats
. Events
. Impressum






   

     

September - Tipp 2008: Atmung
von Barbara Jentner

Nachdem ich heute bei Regenwetter durch den Wald gejoggt bin und die frische, reine Luft (so ganz ohne Blütenstaub...) genussvoll tief einatmen konnte, hab ich mich entschieden, hier eine kleine Zusammenfassung über das „unendlich“ Thema Atmung zu schreiben.

Wir können ohne Essen ca. 40 Tage, ohne Trinken ca. 5 Tage, ohne Sauerstoff nur einige Minuten überleben. Wir brauchen Sauerstoff zum Leben. Wir brauchen Sauerstoff als Verbrennungsenergie des Körpers, durch die alle Stoffwechselprozesse ermöglicht werden.

Je mehr Energie wir brauchen, z.B. durch Sport, umso mehr steigt der Sauerstoffbedarf.

Durch das Ein-und Ausatmen wird die Luft in die Lunge eingesaugt, bzw. herausgedrückt. In der Lunge wird der Sauerstoff aus der Atemluft auf die roten Blutkörperchen übertragen (beim einatmen) und das Kohlendioxid wird von den roten Blutkörperchen in die in der Lunge enthaltene Luft abgegeben (beim ausatmen). Der Sauerstoff wird über die roten Blutkörperchen mit dem vom Herzen getriebenen Blutstrom dorthin gebracht, wo er gebraucht wir. Beim Sport z.B. in die Muskulatur.

Die Lunge kommt nie an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit! Die Ursache, dass bei einer gewissen Belastung nicht mehr genug Sauerstoff in die Muskulatur kommt (wenn der Muskel von der aeroben zur anaeroben Energiegewinnung zurückgreifen muss), hat nichts mit der Lungenkapazität zu tun, sondern z.B. mit einem nicht ausreichend grossem Herz, unzureichender Kapillarisierung usw.

Atem- und Herzrythmus sind also sehr eng aneinander gekoppelt. Das maximale Sauerstoffaufnahmevermögen hängt von der Grösse des Herzminutenvolumens (Schlagfrequenz mal Schlagvolumen/Minute) ab. Ausdauerbelastung verbessert das Herzschlagvolumen. Das Sportlerherz schlägt in Ruhe weniger oft als das von Untrainierten und kann bei Belastung mit weniger Schlägen mehr Blut befördern als das von Untrainierten. Ein trainierter Körper hat also eine bessere Aufnahme und Verwertung von Sauerstoff als ein untrainierter Körper.

Der Atemreflex ist vor allem über eine zu hohe Kohlendioxidkonzentration reguliert und nicht über den Sauerstoffmangel! Daher ist das Hyperventilieren vor dem Tauchen so gefährlich: das Kohlendioxid wird abgeatmet, beim Tauchvorgang entsteht dann trotz mangelndem Sauerstoff kein Atemreflex, der zu Auftauchen zwingt, da die Kohlendioxidkonzentration den Schwellenwert zum Auslösen des Atemreflexes nicht erreicht. Die Folge kann lebensbedrohliche Ohnmacht unter Wasser sein.

Beim Ausdauersport stellt sich der optimale Atemrythmus automatisch ein , wenn man sich darauf konzentriert ruhig und tief zu atmen und vor allem nicht nur tief einatmen, sondern auch ganz gut ausatmen - nur so kann ein optimaler Gasaustausch stattfinden! (Bei schneller kurzer Atmung wird die Luft nur in den oberen Teilen der Atemwege hin-und hergeschoben.)

Beim Schwimmen (nicht beim Rückenkraul) jedoch kann nur zu bestimmten Zeitpunkten geatmet werden. Es ergeben sich also vorgegebene Atemmuster wie zB. 2er, 3er, 4er-Zug. Schwimmer atmen meistens häufiger, als es vom Sauerstoffbedarf her notwendig wäre! Beim Kraulschwimmen reicht selbst bei höherem Tempo meist ein 3er-Zug aus. Dadurch ist auch die Wasserlage ruhiger.

Das Thema Atmung könnte hier noch lange weiter ausgeführt werden. Auch möchte ich an dieser Stelle nicht viele Tipps und Ratschläge zur Atmung geben, denn jede Person ist bzw. atmet anders und es gibt verschiedene Wege und Möglichkeiten, die Atmung zu optimieren. Ich kann jedoch allen sehr empfehlen, die eigene Atmung bweusst wahrzunehmen, zu beobachten und dann mal versuchen, bewusster, ruhiger, tiefer und weiter in den Bauch zu atmen (Zwerchfellatmung). Das wäre dann schon mal ein erster Schritt . „Gut Luft“!

 




 

 

   

Mental Training

Es gibt Menschen, die Stürzen sich immer wieder mit voller Begeisterung und Elan in neue Vorhaben. Leider vollenden sie diese dann oft nicht.

Es gibt aber auch Personen, die ihre Pläne ausführen. Sie tun es, als wäre es die einfachste Sache der Welt.

Woher diese Unterschiede? Liegt es an der Disziplin oder fehlt es am Willen, seine Vorhaben auch in die Tat umzusetzen?

Für Sportler und alle anderen neugierigen Menschen bietet Martin Frei, der Mental Trainer des siegreichen RAAM Teams, IWC Schaffhausen, wieder Grundkurse an:

1. Kurs
Freitag/Samstag 26./27. September 2008 im Kloster Fischingen, Schweiz

2. Kurs
Freitag/Samstag, 16./17. Januar 2009 im Hotel Edelweiss auf der Rigi, Schweiz

Ab 7 Personen auch Kurse in Deutschland oder Oesterreich möglich. Maximale Teilnehmerzahl = 12

Alle Infos und Anmeldung unter www.calis-coaching.ch

Newsletter-Abonnenten erhalten CHF 50.- Ermässigung (auf der Anmeldung angeben)

 



 

 

 
 
Schwimmen wie ein Fisch

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