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Newsletter April 2008

 

     
Liebe Leserin, lieber Leser

Ich begrüsse euch alle herzlich diesen Monat, und hoffe auf das gute Wetter, das bei uns in Zürich leider noch nicht aufgetaucht ist. Die Schwimmsaison ist voll im Gang, mit 19 Weltrekorden, die seit dem 1. Januar schon gebrochen worden sind (ohne die Kurzbahn WM mit zu zählen). Die Triathlon Saison (mindestens für Olympiakandidaten in allen Ländern) ist jetzt auch gerade lanciert worden und wir hoffen auf eine gute Vertretung aus der Schweiz, Deutschland und Österreich in Beijing.

Diesen Monat gibt es viel zu lesen, über ORCA Spezialpreise, über die fabelhafte Weltrekordflut in der Schwimmwelt seit Anfang Jahr bis hin zu Langlauf-Tipps zum „Einsommern“ der Ski. Also zurücklehnen, entspannen, wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen!


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Entwicklung der Schwimm-Weltrekorde auf den Sprintstrecken 2008

Sehr beeindruckend, was der März 2008 für die Schwimmwelt gebracht hat. Innerhalb von zwei Wochenenden (Europameisterschaften in Eindhoven und Australian Olympic Trials in Sydney) haben sich die Weltrekorde in alle Sprintstrecken im Freistil massiv verbessert! Das gab es nach meinem Wissen noch nie in der Geschichte des Schwimmens! Und die USA hat ihre Olympische Trials noch nicht durchgeführt!
Am 1. Januar lagen die Weltrekorde auf der Langbahn (50m Bahn) wie folgt:
50m Kraul Herren = 21.64 - Alexander Popov, RU (16.06.2000)
50m Kraul Damen = 24.13 - Inge de Bruijn, NL (22.09.2000)
100m Kraul Herren = 47.84 - Pieter van den Hoogenband, NL (19.09.2000)
100m Kraul Damen = 53.30 - Britta Steffen, DE (2.08.2006)

Heute (per mitte April 2008) sind sie auf folgende Werten:
50m Kraul Herren
21.56 - Eamon Sullivan, Australien (17.02.2008)
21.50 - Alain Bernard, France (23.03.2008)
21.41 - Eamon Sullivan (27.03.2008)
21.28 - Eamon Sullivan (28.03.2008)

50m Kraul Damen
24.09 - Marleen Veldhuis, Nederland (24.03.2008)
23.97 - Lisbeth Trickett (vorher Lenton), Australien (29.03.2008)

100m Kraul Herren
47.60 - Alain Bernard (21.03.2008)
47.50 - Alain Bernard (22.03.2008)

100m Kraul Damen
52.88 durch Lisbeth Trickett (27.03.2008)

Schon die Zeit von Pieter van den Hoogenband an der Olympischen Spielen in 2000 wurde als Fabelweltrekord bezeichnet. Jetzt schwimmen zwei Schwimmer zwischen 47.50 und 47.52. Alle anderen Schwimmer sind über 48.30 Sekunden in diesem Jahr. Zu meinen Wettkampfzeiten (Ende 1980’er, anfangs 1990’er Jahren) konnte man sagen, alles unter 50 Sekunden war Weltklasse und es gab etwa 15 bis 20 Schwimmer in dieser Leistungsklasse. Heute ist diese Grenze bei 49 Sekunden, wobei mehr als 10 Schwimmer darunter schwimmen können, mit zwei Ausnahmen die weit unter 48 Sekunden sind.

Vielleicht habt ihr die Bilder der Schwimmer (Alain Bernard, France und Eamon Sullivan, Australien) in den Medien gesehen. Meiner Meinung nach sieht der Alain Bernhard aus wie einen Gewichtheber, der über 2 Meter gross ist. Nie in mein Leben habe ich solche Muskelpakete hinter den Blocks gesehen. Was heisst das für den Schwimmsport? Die Trainingsmethoden entwickeln sich dermassen schnell heute, dass wir eine neue Schub sehen, speziell bei den Männern, wobei der Muskelkraft voll ausgenutzt wird, um die Grenzen in den Sprint strecken weiter nach unten zu drücken. Viel mehr Training ausserhalb des Wassers wird zum wichtigen Teil von den Trainingseinheiten von diesen Schwimmern. Sie machen mehr Krafttraining und konzentrieren sich mehr auf Technik wenn sie überhaupt im Wasser sind. Durch diese Entwicklung ist es meiner Meinung nach möglich, die Weltrekorde auf 100m Kraul unter 47 Sekunden zu drücken. Diesen Sommer bei den Olympischen Spielen in Beijing? Vielleicht noch nicht, aber ich glaube sicher, im nächsten Olympiazyklus bis 2012 (London).

Was will ich damit sagen? Eine Zeit von 1.00 Minute über 100 Meter Kraul ist ausserhalb der Reichweite von den meisten Triathleten. Die meisten Triathleten bewegen sich im Rahmen von 1.20 bis 2.00 Minuten pro 100m, wenn sie längere Distanzen schwimmen. Also bitte nicht mit diesen Muskelpaketen vergleichen! Ich kann mir vorstellen, dass Alain Bernard und Eamon Sullivan nicht mal 400 Meter Kraul schwimmen können in einer Zeit die annährend an der Weltelite kommen würde, wegen ihren grossen Muskeln und fast überentwickelten Körpern… Zudem wird zur Zeit viel spekuliert über die Unterstützung, die die zweite Haut in Form des Schwimmanzugs bringen kann. Mag sein, das ist aber reine Spekulation und sowieso nur in den Bereichen von Hundertsteln relevant.

ABER die Konkurrenz schläft nicht und es ist deshalb sehr wichtig, sich immer mit möglichen Verbesserungen, sprich: möglicher Beschleunigung im Schwimmen auseinanderzusetzen. Und genau daran arbeiten wir!

Schwimmerische Grüsse

Marco Pilloud

Photo Credits - Janusblog.com, 20minutes.fr, Steve Christo (Eamon Sullivan), bodyscience.com.au, Barbara Jentner


Langlauf Tipp

Im Hinblick auf unsere verlängerten „Skating auf dem Schnee und im Wasser“–Weekends vom 12. bis 14. Dezember 2008 und vom 17. bis 19. Januar 2009 im Sporthotel in Pontresina, werde ich ab und zu in den folgenden Newsletters kleine Berichte zum Thema Langlauf, Bewegung, polysportive Aktivitäten usw. schreiben. Langlauf ist wie Schwimmen eine sehr umfassende Sportart, daher kann ich natürlich bei den gewählten Themen nicht immer bis in die Details gehen. Ich werde versuchen, gewisse Themen über welche mir oft Fragen gestellt werden, hier zu erläutern und hoffe, dass der/die eine oder andere ein paar neue „Inputs“ kriegt.

Diagonal (klassische Technik) oder Skating (freie Technik)?

Diagonal ist dem normalen Laufen näher als Skating, weil die Kreuzkoordination von Armen und Beinen ähnlich dem Gehen bzw. Laufen sind. Es ist möglich in der klassischen Technik eine sehr niedrige Intensität zu laufen. Die Gewichtsverlagerung ist für Ungeübte einfacher, da sie weniger weit ist als beim Skating: man wird in der Spur geführt, was am Anfang ein sichereres Gefühl gibt als auf der breiteren Skating-Loipe. Also für Einsteiger einfacher als Skating.
Auf einem fortgeschrittenen Niveau kann man jedoch auch Diagonal Vollgas geben und das Feingefühl für den optimalen Abstoss kommt hier noch mehr zu tragen als beim Skating. D.h. auf einem höheren Niveau ist dies die anspruchsvollere Technik. Der Abstoss ist diagonal und explosiv, daher ist die klassische Technik eine ideale Vorbereitung z.B. für Läufer.

Skating ist die schnellere Technik, erfordert jedoch von Anfang an einen höheren Konditions-und Kraftaufwand. Dass heisst eine gute Grundkondition und –Kraft sind unbedingt notwendig zum skaten! Man muss von Anfang an eine gewisse Intensität laufen um vorwärts zu kommen. Die Abstossphase beim Skating über die gleitende Innenski-Kante dauert länger als beim Diagonal. Die freie Technik ist daher wiederum eher verwandt mit dem Radfahren und sicher eine gute Vorbereitung z.B. für die Radsaison. Es ist jedoch durchaus auch möglich mit dieser Technik einzusteigen, insofern der Sportler die obengenannten Voraussetzungen mitbringt und bestenfalls auch die Inline- bzw. Schlittschuhbewegung kennt, welche dem skaten nahe ist.

Beide Techniken sind sehr technisch. Ohne saubere, bewusste Technik wird nur der Kopf roter anstatt das Tempo und der Spassfaktor höher :-)

Ich kann natürlich allen nur herzlich empfehlen, beide Techniken zu laufen: mit hohem Tempo über die Flächen gleiten oder mit feinfühligen Schritten die Täler erkunden, beides hat seinen Reiz. Beide Techniken ergänzen sich optimal: d.h. die eine Technik bringt der anderen etwas! (natürlich ist das auch mit höherem Zeit- und Materialaufwand verbunden, da die Ausrüstungen von Schuh über Stock bis zum Ski verschieden sind, sowie das Skiwachsen - doch das ist ein anderes Thema…).

Eine der optimalsten Ergänzungen in allen Jahreszeiten ist sicher das Schwimmen. Auch hier gibt es sehr viele Parallelen zu beiden Langlauftechniken. In unseren Kursen haben wir uns für Skating entschieden. Es besteht jedoch jederzeit die Möglichkeit auch in der klassischen Technik Privat- oder Gruppenstunden zu buchen.

Sportliche Grüsse

Barbara Jentner
PS. - Nicht vergessen die Skis „einzusommern“, d.h. Heisswachs drauf lassen!

 



Marco Pilloud, Geschäftsführer Total Immersion Europe GmbH und ehemaliger
Weltklasseschwimmer, begrüsst Sie zum
aktuellen Newsletter. Die Inhaltsübersicht:

. Tipp des Monats
. Events
. Impressum
















   

     
April-Tipp 2008 : Schwimm-Etiquette in einer Gruppe – Teil 1

Viele Schwimmer und Triathleten finden es fast nötig, sich in eine Trainings Gruppe anzumelden, um sich zu verbessern im Schwimmen. Wie mit den anderen Schwimmern in der Bahn umgehen? Was sind die Regeln?

Wenn Sie sich erstmals mit einer Schwimm-Gruppe befassen – keine Angst, die andere Schwimmer werden Sie nicht fressen. Aber viele Schwimmer sind vielleicht schon seit Jahren dabei, und halten sich an verschiedene, ‚ungeschriebene’ Gesetze. Manche von diesen Regeln sind ziemlich einfach und flächendeckend über alle Schwimm-Gruppen, andere sind nur gültig für die Bahn (das gilt es herauszufinden).

  • Kreis-Schwimmen. In der Nördlichen-Hemisphäre schwimmen wir (fast) immer in Kreisen rechts herum. Das heisst, wenn eine Bahnlinie ins Wasser gezogen ist und wenn es eine Linie auf den Boden gibt, sollte man immer rechts herum schwimmen, egal in welcher Richtung. Jedes mal nach der Wende bleibt man rechts. In den Südlichen Hemisphäre (oder mindestens in Australien) schwimmt man links herum, weil das Wasser hier so wirbelt J …..
  • Wenden. Das ist ein wichtiger Punkt, weil meistens gibt’s an der Mauer Stau. Grundregel ist, wenn ‚Mann’ oder ‚Frau’ ankommt und anhält, geht man zur Seite. Der Schwimmer, der dreht, sollte kurz vor der Mauer in die Mitte der Bahn schwimmen, an der Mauer in der Mitte wenden und wieder von der Mitte zur „neuen“ rechten Seite abstossen. Es ist Verantwortlichkeit der Schwimmer, zu schauen, dass sonnst niemand hinterher schnell zur Mauer kommt und drehen will. Also wie beim Autofahren, der Hintere hält den Abstand!
  • Niemals in der Mitte von der Bahn anhalten! Ausser man hat sich verschluckt oder sonst etwas Schlimmes, sollte man nie mitten in der Bahn aufhören zu schwimmen – das könnte zur massiven Staus führen!
  • Abstand zum Schwimmer einhalten! Und dies gilt speziell für Triathleten – bitte guten Abstand zur vorderen Schwimmer nehmen (in der Regel 5 Sekunden) und nicht gerade nach dem Abstossen in die Füsse des vorderen Schwimmers schwimmen. Viele Schwimmer haben dies nicht gern und das mindert durch den ‚Drag’ auch das Training! Einzige Ausnahme zu diesen Regel ist, wenn die Bahn „überfüllt“ ist, dann sind weniger als 5 Sekunden Abstand angesagt. Für Erwachsene ist eine „überfüllte“ 25m Bahn eine mit mehr als 8 Schwimmern, und eine überfüllte 50m Bahn einer mit mehr als 20 Schwimmern.
  • Umgang mit Leinen. Eine Leine kostet ca. CHF 1000.- (EUR 650.-), und ist nicht ewig haltbar. Speziell heikel sind die Plastikteilchen und die Spannung des Seils. Also bitte nicht an den Leinen ziehen, und ein grosses Tabu ist auf die Leine zu sitzen (ausser man hat einen Weltrekord gerade geknackt…..). Die Bademeister bedanken sich und die Leinen halten länger, was eigentlich nur gut sein kann.
Nächsten Monat – Teil 2 der Schwimm-Etiquette in einer Gruppe. Hauptthema überholen und überholt zu werden!
 




 

 

 

   

Events

Open Water Swims im Zürichsee

Der Open Water Saison kommt immer näher – leider ist die Wassertemperatur von den meisten Seen nicht über 6 Grad Celsius. Aber ich habe immer noch Hoffnung, dass der Zürichsee bis Ende April sogar für Froschmenschen in Neoprenanzügen warm genug wird.

Wir treffen uns um 18.00 Uhr am 30. April in Zollikon und Pfäffikon (SZ) für den ersten Open Water Swim im Zürichsee für die Triathlon Wettkampfsaison 2008!

Da ich eine Ahnung haben möchte, wie viele Schwimmer wir jeweils sind, möchte ich gerne, dass alle sich online anmelden. Ich habe eine Doodle Agenda Eintrag mit allen Open Water Swim Daten bis Ende Mai aufgemacht. Hier bitte ich alle Schwimmer, sich mit Vorname und Nachname anzumelden bis mindestens 12:00 Uhr am Tag des Open Water Swims. Die weitere Open Water Swim Daten werden nächsten Monat publiziert.

Die Neopren Tests brauchen auch Zeit und Organisation. Bitte meldet euch frühzeitig (eine Woche in Voraus) bei mir per E-Mail betreffend Neopren Test. Ich brauche Grösse, Gewicht und Schwimmerisches Niveau (Anfänger, Geübt, Wettkampf). Für die Neopren Tests müssen die Teilnehmer ca. 30 Minuten in Voraus bei mir sein.

Open Water Swims in Zollikon

Leitung: Marco Pilloud
Treffpunkt: Garten des Gebäudes Seestrasse 73 in Zollikon
Tag: Immer Mittwochs ab 30. April 2008!
Zeit: 18.00 – ca. 19.30
(Pünktlich 18.15 geht’s ins Wasser, wir warten nicht!)
Strecke: Individuell wählbar zwischen 1km und 4.5km
Teilnahme: Gratis
Anmeldung: Link
Essen: Nach dem Schwimmen können wir gemeinsam etwas Bestellen (auf eigene Rechnung) und beim Start/Ziel essen
Versicherung: Ist Sache der Teilnehmer
Neo-Tests: Treffen um 17.30
Anmeldung Neo-Tests: Email mit Grösse/Gewicht/Datum an openwater(at)total-immersion.ch

Open Water Swims in Pfäffikon (SZ)

Leitung: Stéphane Favre
Treffpunkt: Freibad Pfäffikon (SZ)
Tag: Immer Mittwochs ab 30. April 2008!
Zeit: 18.00 – ca. 19.30
(Pünktlich 18.15 geht’s ins Wasser, wir warten nicht!)
Strecke: Individuell wählbar zwischen 1km und 4km
Orte: Zollikon und Pfäffikon, SZ
Teilnahme: Gratis
Anmeldung: Link
Essen: Nach dem Schwimmen können wir gemeinsam etwas Bestellen (auf eigene Rechnung) und beim Start/Ziel essen
Versicherung: Ist Sache der Teilnehmer
Neo-Tests: Treffen um 17.30

Weitere Informationen über den Open Waters Swims hier.

 




 
 
Schwimmen wie ein Fisch

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