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Newsletter März 2008

 

     
Liebe Leserin, lieber Leser

Total Immersion Methodik bei Wettkampf Schwimmer
Oft wird kritisiert, dass Total Immersion Swimming™ nicht für Wettkampfschwimmer tauglich ist. Ich bin selber Wettkampfschwimmer und war von der Methodik sofort überzeugt gewesen, als ich diese vor zehn Jahren als Erwachsener kennen gelernt habe. Das war jedoch mehrere Jahre nach dem Abschluss meiner Karriere als Wettkampfschwimmer. Ich kann nicht behaupten, dass ich mit Total Immersion jetzt schneller bin als während meiner aktiven Schwimmzeit – erstens bin ich 20 Jahre älter und zweitens ist der damalige wöchentliche Trainingsaufwand von 36h nicht mit den heutigen 2-3 Stunden pro Woche zu vergleichen…

Aber ich wollte es wissen wie sich die Total Immersion Swimming™ Methodik für Wettkampfschwimmer eignet und setzte diese in einem Schwimmverein ein. Ein Schwimmer entwickelt seinen persönlichen Stil in den formativen Jahren, d.h. zwischen dem 8. und 14. Lebensjahr. Der Schwimmtrainer übt in diesen Jahren einen grossen Einfluss auf den persönlichen Schwimmstil eines Schwimmers aus. Von 2001 bis 2006 übernahm ich die Leitung eines Schwimmvereins und arbeitete mit einer kleinen, jungen Mannschaft aus dem Grossraum Zürich. Die Schwimmer waren zwischen 9 und 16 Jahren alt. Beim Aufbau der Trainingsstrukturen hielt ich mich an die Grundlagen von Total Immersion und liess die Übungen ins Training einfliessen. So schaffte ich, dass die Schwimmer über eine gute technische Grundlage verfügten. Über 80% der Trainingszeit arbeiteten wir ohne Stoppuhr, d.h. die Schwimmer sind nicht unter zeitlichem Druck gestanden während den Serien, sondern schwammen diese v.a. unter technischem Gesichtspunkt. Im Training integrierten wir die Übungen in die Schwimmserien und holten aus dem Minimum an Wasserzeit ein Maximum an Technik und Geschwindigkeit heraus. Die Schwimmer trainierten höchstens 4 bis 5mal in der Woche. Diese Jahre waren sehr fruchtbar für die technische und schwimmerische Ausbildung der Schwimmer.

Ich denke, dass trotz diesen nur 5 Trainingeinheiten in der Woche das Maximum aus den Schwimmern herausgeholt wurde, ohne dass grosse Einschränkungen in ihrem restlichen Leben notwendig waren. Mein eigener Trainingsaufwand vor 20 Jahren im Gegensatz dazu lag bei 11 Trainingseinheiten und bis zu 100km pro Woche.

Nach diesen 4 Jahren wurden 2 Schwimmer in den Nationalkader der Schweiz berufen. Das zeigte mir, dass die Total Immersion Swimming™ Methodik auch im Spitzensport erfolgreich sein kann.

Was hat diese Anekdote mit Schwimmen im Triathlon zu tun?

Die meisten Hobby-Triathleten haben im Sinn, Sportlich etwas tun, wollen aber möglichst keine Zeit dafür investieren. Das heisst, die Zeit ist knapp und das Ziel ist es, das meiste aus einer Trainingseinheit herauszuholen, damit am Wettkampf ein möglichst gutes Ergebnis erzielt werden kann. Viele Triathleten bekunden Mühe im Wasser und trainieren nicht so gerne im kühlen Nass. Ich bin mir sicher, dass eine Methodik und die bewusste Konzentration auf Technik statt Ausdauer und Kilometer mehr bringen. Dadurch kann der Trainingsaufwand in Grenzen gehalten werden und bessere Zeiten erreicht werden.

TI Kurse – Unsere Hauptsaison mit den Total Immersion Wochenendkursen neigt sich langsam dem Ende zu. Im März werden noch zwei Kurse in Salzburg und Montabaur durchgeführt. Im April finden ein Kurs in der Schweiz und ein Kurs in Hamburg statt. Am 19. bis 26. April wird ein intensiver 4-Lagen Kurs mit einer Gruppe von Triathleten und Schwimmern in Riccione durchgeführt.

ORCA Neoprenanzüge – Dieses Jahr biete ich wieder die schnellsten Neoprenanzüge an – ORCA. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Anzüge von ORCA absolute Spitzenklasse sind. Letztes Jahr hat einer meiner Schwimmer das an der Team Challenge am 70.3 in Rapperswil bewiesen, indem er in einem ORCA Neoprenanzug mit über eine Minute Vorsprung auf das Feld aus dem Wasser gestiegen ist! Die neuesten Modelle sind unter www.waterwear.ch erhältlich. Tests finden während den Open Water Swims diesen Sommer statt.

Marco Pilloud

Rückblick Skating Seminar in Pontresina
Fast „Badewetter“ im Engadin – und das Ende Februar! Trotz den frühlingshaften Temperaturen von ca. 14 Grad in Pontresina (der Schnee schmolz vor sich hin, doch zum Langlaufen ging es noch relativ gut – obwohl die Schneebedingungen nicht optimal waren) blicken wir auf ein sehr positives, lehrreiches und geselliges verlängertes Weekend zurück.

Da wir vor den Öffnungszeiten ins Hallenbad durften und alleine waren, konnten wir uns dort richtig „breit machen“. Der anschliessende Gang zum warmen Aussenbad mit Sprudel und Düsen war ein willkommener Abschluss nach der Schwimmlektion. Auch für die Muskulatur ist das Wasser bzw. Schwimmen eine optimale Ergänzung zu den zum Teil noch „akrobatischen Einlagen“ auf den schmalen Langlaufbrettern.

Unsere kleine Gruppe setzte sich aus Einsteigern und Fortgeschrittenen in beiden Disziplinen zusammen. Die Teilnehmer waren sehr motiviert, interessiert und konnten einiges lernen bzw. dazulernen in den 3 Tagen. Obwohl Marco und ich schon seit vielen Jahren Kurse leiten, staunen wir immer wieder über die raschen sicht- und merkbaren Fortschritte bei unseren Gästen.

Nur mit Schulung, Übungen und vor allem auch mit dem Verständnis für den Bewegungsablauf ist es möglich, technisch korrekt zu skaten oder zu schwimmen. Beide Sportarten sind technisch hochkomplex und der wirklich grosse Spass daran kommt meist erst mit dem Können.

Es ist uns gelungen, die Verbindungen zwischen der Schwimmtechnik und der Langlauf-Skatingtechnik herzustellen. Absolut spannend und faszinierend zu erfahren, wie viele Parallelen im Bewegungsablauf es da gibt, wie unsere Teilnehmer diese auch gespürt haben und sportartübergreifend umsetzen konnten! Neben der intensiven Auseinandersetzung mit dem Sport, der Videoanalyse und den interessanten Diskussionen kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz: die feinen gemeinsamen Nachtessen waren sehr unterhaltsam und lustig, was man allen Gesichtern ansehen konnte! Wir freuen uns schon auf den nächsten Kurs, welcher voraussichtlich im Dezember 2008 stattfinden wird!

Barbara Jentner

 



Marco Pilloud, Geschäftsführer Total Immersion Europe GmbH und ehemaliger
Weltklasseschwimmer, begrüsst Sie zum
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März-Tipp 2008 :
Im Training langsamer als Wettkampf Tempo schwimmen

Warum soll ich das machen?
Um seine persönlichen Schwimmbestzeiten zu verbessern, bewährt es sich, im Training schneller wie auch langsamer als im Wettkampftempo zu schwimmen. Dies gilt für alle Schwimmer, ob es sich um einen 50 Meter Sprint-Spezialisten oder einen Triathlon-Langstrecken Schwimmer handelt. In der heutigen Ausgabe konzentrieren wir uns auf das „Langsamer Schwimmen“. Immer das gleiche Tempo zu schwimmen fühlt sich vielleicht gut an und gibt das Gefühl, dass so längere Strecken bewältigen werden können. Aber es hilft wenig, die Technik zu verbessern, weil es schon zu schnell ist, um sich auf etwas zu konzentrieren. Das Langsamschwimmen ist vielleicht nicht was wir gerne machen möchten, aber es ist der einzige Weg um die Technik zu verbessern. „Swim slow to swim fast“ hat ein berühmter Schwimmtrainer aus Russland gesagt.

Langsam Schwimmen erlaubt uns, unsere Aufmerksamkeit auf einen Punkt zu fokussieren. Ist dieser eine Punkt erlernt und wird er umgesetzt, konzentrieren wir uns auf einen neuen Punkt. Sobald sich der ganze Stil durch die Umsetzung der einzelnen technischen Details verbessert hat durch das Erlernen beim langsam schwimmen, kann man das Tempo leicht erhöhen. Die durch das langsame Einüben der technischen Details setzt man diese bei Erhöhung des Tempos um. D.h. zuerst stets eine Übung oder Bewegung langsam üben, damit sie auch schnell ausführbar ist! Ist dies erfolgt, wird man schneller ohne grösseren Kraftaufwand, was DAS Hauptziel eines jeden Schwimmers ist!

Welche Übungen eignen sich da?
1.) Für Anfänger reichen 8 x 25 Meter Technik. Immer nur ein Fokuspunkt steht im Vordergrund – z.B. die Kopfhaltung. Genügend Pause sollte zwischen den 25m eingebaut werden um nachzudenken, welche Veränderung war zu spüren und wie hat es sich angefühlt. Es geht darum, dass man weiss, was sein Körper und Kopf in dieser Zeit machte und wie kann man es verbessert. Das sind die einfachen Fragen, die ständig durch den Kopf gehen während solchen Serien.

2.) Für geübte Schwimmer sind es 8 x 50 Meter – 25 Meter Technik /25 Meter Kraul. Hier setzt man die 25 Meter Technik ein, um etwas zu prüfen und richtig durchzuführen, um es in den zweiten 25m umzusetzen. Zwischen den Strecken machen Sie 20 bis 25 Sekunden Pause und lassen sie sich die gleichen Fragen wie unter 1) durch den Kopf gehen.

3.) Für gute Schwimmer heisst das 4 x 100 Meter oder 4 x 200 Meter - 25 Meter Technik / 25 Meter Kraul. Hier ist höchste Konzentration gefördert.
 





 

 

 

   

Vorankündigung – Open Water Swims im Zürichsee!

Letztes Jahr versuchte ich während 10 Wochen, eine Gruppe für regelmässige „Open Water Swims“ am Zürichsee zu bilden. Obwohl wir immer mit schlechten bis nicht tauglichen Wetterkonditionen konfrontiert waren, fanden sich jedes Mal bis zu 16 Schwimmer vor. Sie haben den widrigen Bedingungen und den 14°C Wassertemperatur getrotzt und lernten sogar das Schwimmen bei hohem Wellengang!

Diese Open Water Swims möchte ich wieder durchführen und weiter ausbauen. Wir bieten dieses Jahr am Zürichsee in zwei Ortschaften die Open Water Swims an – in Zollikon und Pfäffikon SZ.

Hier die ersten Details unseres Open Water Swims:

Tag: Immer mittwochs ab 30. April 2008!

Zeit: 18.00 – ca. 19.30

Strecke: Individuell wählbar zwischen 1km und 4.5km.

Orte: Zollikon und Pfäffikon, SZ

Teilnahme: Gratis

Essen: Nach dem Schwimmen können wir gemeinsam etwas Bestellen (auf eigene Rechnung) und beim Start/Ziel essen

Versicherung: Ist Sache der Teilnehmer

Neo-Tests: Wieder werde ich an diesen Tagen ORCA Neoprenanzüge zum probieren anbieten.

 

 




 

 

 
 
Schwimmen wie ein Fisch

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